Weiter nach Norden

Wie wenn der Wettergott es wusste, schickt er uns heute Wind aus östlicher Richtung, ideal um den Golfo di Manfredonia zu queren und mit Kurs Nord nach Vieste zu segeln. Mit durchschnittlich fünf Knoten brauchen wir für die Strecke 7 Stunden. Dann lassen wir kurz vor Vieste in einer schönen und ruhigen Bucht den Anker fallen. 2 andere Segler liegen schon hier, aber es ist genug Platz.

Leinen los in Bari

Heute legen wir in Bari ab. Durch das Verkehrstrennungsgebiet geht es aus dem Hafen und dann auf Kurs NW. Wir halten 2 Meilen nach dem Hafen nochmal an für einen Schwimmstopp. Dann setzen wir Segel und bein leichtem Wind geht es mit 4kn bis 5kn weiter nach NW. Ziel ist Trani. Unterwegs sehen wie in einiger Entfernung mehrere Delphine due in entgegengesetzter Richtung unterwegs sind. In Trani angekommen wollen wir nördlich des Hafens ankern. Erst ist alles gut, dann dreht der Wind ein wenig und die White Pearl fängt an zu rollen, gar nicht gut. So beschließen wir für die Nacht in den Hafen zu gehen. Dort werden wir, auch ohne Voranmeldung, freundlich empfangen und erhalten gut Hilfe beim Festmachen. Abends gibt es dann noch ein leckeres Eis in Tesni.

Wieder nach Hause

2 Wochen tolles Segeln sind zu Ende. Wir sind von Vibo Marina im Südwesten von Italien um den Stiefel herum nach Bari gesegelt. 471nm, die wir überwiegend unter Segeln zurück gelegt haben. Mal Aufkreuzen gegen den Wind, mal halber Wind und auch Raumschots, ein abwechslungsreicher Törn. Auch die Strömung in der Straße von Messina hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Jetzt geht es erst mal wieder nach Hause. Da sind auch noch einige Dinge zu erledigen. In drei Wochen geht es weiter.

Endspurt nach Bari

Am Morgen melde ich uns bei der Guardia Costiera ab und erhalte die Erlaubnis, den Hafen zu verlassen. Die Leinen werden losgemacht und es geht um den roten Leuchtturm aus dem Hafen auf die See. Die Segel werden gesetzt und mit leichtem Wind segeln wir hinaus. Nach einigen Meilen machen wir eine Wende und nehmen Kurs auf Mola di Bari, einen Kleinen Ort südöstlich von Bari. Dort wollen wir in einer Bucht ankern und nochmal schwimmen gehen. Bei der Gelegenheit holen wir auch das Dinghy auf das Vorschiff, da es in den 3 Wochen Pause nicht im Wasser liegen soll. Wir fahren unter Motor das letzte Stück nach Bari, der Wind ist weg. In der Marina werden wir freundlich empfangen und erhalten gute Hilfe bei den Leinen.

Monopoli

Heute geht es von Brindisi nach Monopoli. Nach dem Frühstück holen wir den Anker ein und setzen sofort das Groß. Mit einer Halse biegen wir vom Ankerplatz in den Fahrweg ein und setzen die Genua. Wir steuern aus dem Hafen auf die See und gehen auf Anwind-Kurs in die Ausfahrt des VTGs. Am Ende des VTG wenden wir und nehmen Kurs auf Monopoli. Es geht unter Segeln schurgerade dem Ziel entgegen. In Monopoli gibt es im Hafen einen Public Quai, an dem man 24h kostenlos festmachen kann. Vor dem Einlaufen in den Hafen rufe ich bei der Guardia Costiera an und frage ob ein Platz frei ist und bekomme die Erlaubnis dort festzumachen. Wir sind das einzige Schiff dort am Quai.

Fußball-WM in Brindisi

Nach einer doch recht wackeligen Nacht lichten wir sehr früh den Anker und setzen sofort die Segel. Heutiges Ziel ist ein Ankerfeld im Hafen von Brindisi. Dort wollen wir am Abend das Spiel der deutschen Mannschaft bei der Fussball-WM schauen. Da der Wind aus NW weht und unser Ziel im Nordwesten liegt, müssen wir aufkreuzen. Wir segeln raus auf die Adria und nach einigen Meilen nach einer Wende wieder zurück Richung Land. So geht es bis zum frühen Nachmittag. Die Wenden klappen fast perfekt. Dann, nach einer Wende zurück zum Land, können wir immer mehr anluven. Der Wind dreht immer mehr nach Nord. Das kommt uns sehr entgegen weil wir nun ohne weitere Wenden nach Brindisi durchsegeln können. Kurz vor Brindisi lässt der Wind mach und wir schieben ein wenig mit dem Motor. Nach dem Ankern gibt es Schakschuka und später schauen wir dann Fussball-WM.

Es geht in die Adria

Am Morgen machen wir die Leinen los in Santa Maria di Leuca. Wir verlassen den Hafen und gehen auf Kurs Ost um dann NNO einzuschwenken. Nach 3h kommt Wind auf und wir setzen die Genua. Jetzt heißt es ein paar lange Schläge Aufkreuzen bis nördlich von Otranto. Hier gehen wir für die Nacht vor Anker.

65nm nach Santa Maria di Leuca

Heute geht es von Torre Melissa quer durch den Golfo di Taranto nach Santa Maria di Leuca. Das sind 65nm mit Kurs 60°. Die kalkulierte Zeit: 12h. Wir lichten um 7h den Anker und setzen Groß und Genua. Mit leichtem NW-Wind machen wir anfangs ca 5kn Fahrt über Grund aber der Wind frischt wie vorhergesagt etwas auf und bald segeln wir mit 8kn dem Ziel entgegen. Der Wind hält bis 14.30h, dann sind wir, wie es der Wetterbericht vorhersagte, in einem Windloch. Kurz danach kommt leichter Wind aus SO aber nicht wirklich ausreichend zum Segeln. Wir holen die Genua ein und mit Motor und Groß geht es weiter nach Santa Maria di Leuca.

Nach Torre Melissa

Für morgen ist guter Wind vorhergesagt um den Golfo di Taranto, die große Bucht zwischen Spitze und Absatz des italienischen Stiefels, zuqueren. Für eine günstigere Startposition segeln wir heute ca 25nm nach Norden und ankern vor Torre Melissa.

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